Sprechfunkerlehrgang



Erster Sprechfunkerlehrgang der Freiwilligen Feuerwehr Augsburg

Teilnehmer des ersten Sprechfunkerlehrgangs der Freiwilligen Feuerwehr Augsburg waren Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren aus Haunstetten, Göggingen, Pfersee und Oberhausen

 

Einen Sprechfunkerlehrgang in dieser Form und Größe hat es in der Geschichte der Feuerwehr Augsburg nie zuvor gegeben. Fünf Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Göggingen - die auch aktiv der UG-ÖEL angehören - erklärten sich bereit, einen Pilotlehrgang in Augsburg auf Wunsch aller Freiwilligen Feuerwehren zu starten. Der Ausbilderleitfaden für die Sprechfunkausbildung der Feuerwehren in Bayern war Grundlage für den durchgeführten Sprechfunkerlehrgang. Der Lehrgang hat einen Zeitumfang von 24 Stunden und ermächtigt, nach erfolgreicher Teilnahme, die Absolventen zur Teilnahme am Sprechfunkbetrieb der BOS. Die Sprechfunkerausbildung ist Teil der Grundausbildung eines jeden aktiven Feuerwehrdienstleistenden. Weiterhin ist eine erfolgreich durchgeführte Sprechfunkerausbildung auch Grundvoraussetzung für den Besuch weiterer Lehrgänge wie z.B. einem Gruppenführerlehrgang bei der BF Augsburg oder an einer staatlichen Feuerwehrschule. Bis dato ist die Sprechfunkerausbildung nur bei der FF Göggingen für ihre aktiven Mitglieder durchgeführt worden.

Inhalt und Ausbilder:

Rechtsgrundlagen (Ausbilderin Yvonne Popp)

Physikalische Grundlagen (Ausbildungsleiter Alexander Popp)

Kartenkunde (Ausbilder Albert Heidelberger)

Gerätekunde (Ausbilder Florian Heidelberger)

Sprechfunkbetrieb (Ausbilder Christian Laier)

Theoretische Prüfung

Der Lehrgang begann am Freitag, dem 22.02.2013 mit der Besprechung der Rechtsgrundlagen im Sprechfunkbetrieb durch Kameradin Yvonne Popp. Am Samstag, dem 23.02.2013, ist der Lehrgang mit der Erläuterung der physikalischen Grundlagen, den Grundlagen des Sprechfunkbetriebs und der Gerätekunde fortgeführt worden. Insbesondere sind hierbei auch die verschiedenen Funkgeräte, welche derzeit bei den Feuerwehren der Stadt Augsburg verwendet werden, vorgestellt und in der Handhabung für jeden Teilnehmer erklärt worden. Am Samstag, dem 02.03.2013 begann der dritte Lehrgangstag mit der theoretischen Prüfung. Die Vorgabe der staatlichen Feuerwehrschule umfasst eine Prüfung im Umfang von 50 Fragen, die aus allen behandelten Themengebieten stammen. Alle Lehrgangsteilnehmer hatten zur Vorbereitung bereits am ersten Lehrgangstag ausführliche Unterlagen erhalten, die die Ausbilder der FF Göggingen zusammengestellt hatten. Nach der Ablegung der theoretischen Prüfung konnten die Lehrgangsteilnehmer im Rahmen einer Funkübung ihr erworbenes Wissen in der praktischen Anwendung von 4-m-Band- 2-m-Band- und Betriebsfunkgeräten unter Beweis stellen. Die Lehrgangsteilnehmer waren dabei mit den mitgebrachten Mehrzweckfahrzeugen im Stadtgebiet unterwegs um Aufgaben zu lösen und die Ergebnisse per Funk an die Ausbilder zu übermitteln. Seitens der Ausbilder fand die Abwicklung der Funkgespräche im Einsatzleitcontainer der Feuerwehr Augsburg statt. Nach der Funkübung besichtigten die Lehrgangsteilnehmer noch die technische Anlage eines Gebäudefunksystems im Schleifenstraßentunnel. Im abschließenden theoretischen Teil ist noch im Detail auf die digitale Alarmierung im Stadtgebiet Augsburg und auf den einzuführenden Digitalfunk eingegangen worden.

Zum Lehrgangsabschluss konnte der Lehrgangsleiter Alexander Popp den Lehrgangsteilnehmern ihre Zeugnisse über den bestandenen Sprechfunkerlehrgang aushändigen.

Die Teilnehmer sind nach Lehrgangsabschluss mit einem kleinen Fragebogen zur Durchführung des Lehrgangs, dessen Organisation und zu einzelnen Abläufen befragt worden. Das Ergebnis war zu 100% eine Bestätigung für den durchgeführten Lehrgang, und das Angebot weiterer Lehrgänge. Der Ausbildungsleiter Alexander Popp bedankt sich nochmals mit seinem großartigen Ausbilderteam bei den Teilnehmern für die engagierte Mitarbeit und Teilnahme.

 


 

Prüfung Truppmann und Truppführer am 5. Mai 2012



Am 5. Mai 2012 haben 15 junge Feuerwehrfrauen und –männer ihre Ausbildung zum Truppmann
Teil 1 und 2 sowie zum Truppführer abgeschlossen.

Der Tag startete mit der Prüfung des Feuerwehrgrundwissens.

Praktische Prüfung 1. Teil: Technische-Hilfeleistung:

Auf die Teilnehmer/innen wartete laut Alarmierung ein verunfallter PKW mit eingeklemmten Personen
der sich überschlagen hatte. Nach der ersten Erkundung durch den Gruppenführer des 1. Fahrzeuges stand fest, dass es sich um 2 Erwachsene Personen und ein Kleinkind handelte. Das Fahrzeug war sehr deformiert, dadurch waren die Insassen schwerst eingeklemmt.
Der Angriffstrupp des 1. Fahrzeuges wurde mit der Betreuung der Insassen beauftragt. Der Rest der Mannschaft des 1. und 2. Fahrzeuges übernahm die Verkehrsabsicherung, stellte den Brandschutz an der Unfallstelle sicher, unterbaute das Fahrzeug und übernahmen die Personenrettung. Die geretteten Personen wurden an den Rettungsdienst übergeben.
Nach Ende der 1. Übung gab es eine Abschlussbesprechung mit den Schiedsrichtern der Feuerwehr Augsburg.

Praktische Prüfung 2. Teil: die Gruppe im Löscheinsatz

Angenommenes Übungszenario war ein Zimmerbrand in einem Einfamilienhaus mit 3 vermissten Personen.
Nach Ankunft der 2 Löschfahrzeuge wurden die Teilnehmer/innen mit einer unter Schock stehenden Person
am Fenster konfrontiert. Der Angriffstrupp des 1. Fahrzeuges bekam den Einsatzbefehl: zur Personenrettung
über die Steckleiter in das 1. OG des Hauses zu gehen. Der Angriffstrupp des 2. Fahrzeuges bekam den Einsatzbefehl: " Zur Personenrettung und Brandbekämpfung mit 1. C-Rohr über die Außentreppe vor ! "
Der Wassertrupp des 1.Fahrzeuges suchte währenddessen das EG des Einfamilienhauses nach weiteren vermissten Personen ab. Der Wassertrupp des 2. Fahrzeuges stellte sich am Verteiler als Sicherungstrupp bereit.
Die Schlauchtrupps der beiden Fahrzeuge wurden mit der Bereitstellung weiterer Gerätschaften und der Patientenbetreuung eingeteilt. Die beiden Trupps im Inngenangriff retten die 3 vermissten Personen und schufen eine Abluftöffnung, danach wurde mit einem Hochleistungslüfter die Räume rauchfrei gemacht. Der Rest des Gebäudes wurde nochmals abgesucht.
Nach Beendigung der 2. Übung gab es noch vor Ort eine Übungsnachbesprechnung mit den Schiedsrichtern.

Zurück am Gerätehaus wurde die Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge wieder hergestellt. Im Anschluss bekamen alle Teilnehmer/innen Ihre Urkunden zur bestandenen Prüfung. Der Tag wurde mit Bildern Revue passiert.

( KH und TJ )


 
Montag, 11. Dezember 2017

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